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Dirigent:

Unter dem umsichtigen Dirigat von Benjamin Gordon wurden die gegensätzlichen Charaktere des lebendigen, straff angegangenen Scherzos und des verklärten, mit reichem Pathos unterlegten dritten Satzes markant und nachvollziehbar herausgearbeitet. Recht gut gelangen dabei die dynamischen Abstufungen bei den für Beethoven so typischen allmählichen Verdichtungen des motivischen Materials. Und Gänsehaut war praktisch garantiert beim gewaltigen Finalsatz mit der heroisch-hymnischen Ode an die Freude. (Gerd Klingeberg, Weser Kurier, 13.12.12)

Das Orchester der Musikfreunde Bremen hat in Dirigenten Benjamin Gordon einen wahren Magier gefunden, dem die Musiker fasziniert auf die kleinste Handbewegung folgen und bei ausladenden Armbewegungen des Dirigenten mit crescendi und farbiger Dynamik die Musik zum wahrhaften Hörgenuss werden lassen. (Itta Jakob, Nordwest-Zeitung, 28.09.10)

Somit bleibt Raum für Brittens hochatmosphärische Musik, die bei dem Dirigenten Benjamin Gordon und dem Hochschulorchester fraglos in besten Händen ist. (The Rape of Lucretia / Hamburg / Die Welt)

opera piccola:

Benjamin Gordon leitete das musikalische Geschehen vom Flügel aus so prägnant, dass niemand im Ensemble aus seiner Rolle fallen konnte. Auch wenn der Dirigent manchmal für die Sänger kaum zu sehen gewesen sein dürfte, kam die Musik traumwandlerisch sicher daher. Eine erstaunliche Leistung. Und für die kleinen Besucher die Chance, die Faszination von Oper live zu erleben und sich einfangen zu lassen von dem großartigen Miteinander der Bilder, der Figuren, der Musik. (Eloise / Staatsoper Hamburg / Hans-Juergen Fink, Hamburger Abendblatt, 05.02.13)

Schubert-Lieder:

Diese Bearbeitung ist sicher mehr als nur Arrangement, es vergrößert sich mit dem Klang auch die Art ihrer Emotionalität. Die klassische Orchesterbesetzung versetzt die Lieder in eine brahms’sche, manch mahlersche Ausdruckssphäre. (Sechs Wanderer-Lieder für Tenor und Orchester / Günther Matysiak, Weser Kurier, 28.09.10)

Dabei hatte das Konzert viel intimer, aber nicht weniger eindrucksvoll begonnen. Die ursprüngliche Klavierbegleitung hatte Benjamin Gordon für Orchester umgeschrieben, was sich durch die dezente und gefühlvolle Spielweise als schlüssig erwies. (Fünf Liebeslieder für Sopran und Orchester / Bremen / Gerd Klingeberg, Weser Kurier, 13.12.12)

10. März 2013
Robert Schumann
Ouvertüre zu Genoveva
Klavierkonzert a-moll op. 54
Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur Rheinische op. 97
Solist: Julian Gorus, Klavier

11. November 2012
Franz Schubert
Fünf Goethe-Lieder für Sopran und Orchester
Rastlose Liebe – Ganymed – Suleika II –
Nähe des Geliebten – Suleika I

Arr.: Benjamin Gordon
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125 mit Schlusschor “Ode an die Freude”
Hélène Lindqvist, Sopran
Susanne Sommer, Mezzosopran
Chris Lysack, Tenor
Lars Grünwoldt, Bariton
Brahms-Chor an der Hochschule Bremen

7. Oktober, 2013
Alexander Borodin
Steppenskizze
Georges Bizet
Sinfonie Nr. 1 C-Dur
Sergei Rachmaninow
Klavierkonzert Nr. 2 c-moll, op.18
Solist: Julian Gorus, Klavier

20. Mai, 2013
Franz Schubert
Ouvertüre zu Die Zauberharfe
Frederic Chopin
Klavierkonzert No. 1 f-moll, op. 2
Solist: Martin Schumann, Klavier
Antonin Dvořák Der Wassermann op. 107
Mieczyslaw Weinberg
Sinfonietta Nr. 1, op.46
Soloist: Martin Schumann, Klavier

11. März 2012
Gioacchino Rossini
Ouvertüre zu Wilhelm Tell
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Violinkonzert Nr. 2 e-moll op.64
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op.82
Solist: Oleg Douliba, Violine

20. November 2011
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 9 C-Dur, D 944 Die Große
Robert Schumann
Konzert-Allegro mit Introduktion für Klavier und Orchester op. 134
Sergei Rachmaninow
Klavierkonzert Nr. 2 c-moll, op.18
Solist: Julian Gorus, Klavier

27. März 2011
Engelbert Humperdinck
Vorspiel zu Hänsel und Gretel
Johannes Brahms
Doppelkonzert für Violine und Violoncello, op. 102 a-moll
Nikolai Rimski-Korsakow
Scheherazade , op.35
Oleg Douliba, Violine
Johannes Krebs, Violoncello

14. November 2010
Richard Wagner
Vorspiel zu Tristan und Isolde
Richard Strauss
Vier letzte Lieder
Solistin: Hélène Lindqvist, Sopran
Antonin Dvořák
Sinfonie Nr. 9 e-moll Aus der neuen Welt

22. August 2010
“Orchideen” Sonderkonzert
John Ireland
Toccata aus dem Concertino Pastorale
Guillaume Lekeu
Adagio für Terzett und Streichorchester
Franz Schubert (arrangiert von Benjamin Gordon)
Fünf Rellstab Lieder für Tenor und Orchester
Solist: Michael Smallwood
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 40 g-Moll

28. Februar 2010
Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 1 d-moll
Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Sinfonie Nr. 5 e-moll
Bernhard Fograscher, Klavier

15. November 2009
Antonin Dvořák
Cellokonzert Nr. 2 h-moll, op. 104
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur Eroica op. 55
Johannes Krebs, Violoncello

Benjamin Gordon ist ein vielseitiger Dirigent, der im Laufe seiner Karriere mit unterschiedlichsten Klangkörpern zusammenarbeitete – seien es professionelle Musiker, Studenten oder musikalische Laien. Daneben ist er auch als Arrangeur und Komponist tätig, wobei er sich insbesondere durch die eigenständigen Bearbeitungen von Kinderopern im Rahmen der opera piccola-Reihe der Hamburgischen Staatsoper eine größere Bekanntheit erwarb.

Bereits während des Studiums an der University of California Berkeley im Hauptfach Violoncello war Benjamin Gordon als Dirigent tätig und initiierte zahlreiche interdisziplinäre Projekte. Nach dem ersten Engagement als Solocellist in Mexico City erhielt er im Rahmen eines Stipendiums eine weiterführende Ausbildung im Dirigieren an der Yale University und hatte die Gelegenheit, an Meisterkursen mit namhaften Dirigenten wie Pierre Boulez, Zdenek Macal, Kurt Masur und Zoltán Pesko teilzunehmen. Noch während der Studienzeit gründete er die Berkeley Sinfonia und die Yale College Opera, wo er unter anderem Mozarts Le Nozze di Figaro leitete.

Sein Debüt als Dirigent in Deutschland gab er im Jahr 2002 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit Benjamin Brittens The Rape of Lucretia. 2003 erhielt er ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Hannover zum Besuch der Bayreuther Festspiele und gewann 2005 den Eötvös-Preis beim Internationalen Bartók Festival im ungarischen Szombathely. 2007 erfolgte eine konzertante Aufführung von Herzog Blaubarts Burg in Szombathely unter seiner Leitung.

Von 2009 bis 2013 leitete Benjamin Gordon das Orchester der Musikfreunde Bremen. Innerhalb von vier Spielzeiten gelang es ihm durch seine fachkundige Führung und motivierende Probenarbeit das Orchester auf musikalischer und technischer Ebene zu formen und für neue Wege zu öffnen. Seine interessante Programmgestaltung und seine unterhaltsamen Einführungen begeisterten Konzertbesucher und Kritiker gleichermaßen.

Im Mittelpunkt seiner musikalischen Tätigkeit steht seit der Spielzeit 2007/08 die Leitung der renommierten Kinderopernreihe opera piccola an der Hamburgischen Staatsoper. Unter dem Motto »Oper für Kinder, Oper von Kindern« wird seit 2001 jährlich eine abendfüllende Oper aufgeführt, in der Kinder im Alter von 8-18 Jahren sowohl als Darsteller auf der Bühne als auch als Instrumentalisten im Orchester mitwirken. Auf diese Weise hat er inzwischen mehr als 1000 singende und muszierende Kinder und Jugendliche auf ihren ersten Opernauftritt vorbereitet und konnte ihnen die Faszination des Musiktheaters vermitteln. In der aktuellen Spielzeit 2013/14 dirigierte er die Weltpremiere von Samuel Hogarths Zwerg Nase und damit seine siebte Produktion im Rahmen der opera piccola. Seine pädagogischen Kompetenzen machen ihn zu einem gefragten Dirigent für Studenten- und Laienorchester, so leitet er unter anderem Workshops des BDLO (Bundesverband Deutscher Liebhaberorchester).

Neben seiner Karriere als Dirigent ist Benjamin Gordon auch als Arrangeur und Komponist tätig. Seine Bearbeitungen reichen von drei Schubert-Lieder-Zyklen für Sopran, Tenor und Bariton und Orchester bis hin zu Arrangements für die Hamburgische Staatsoper und das Ballett, darunter Werke von den Beatles, George Gershwin, Karl Jenkins und Judith Weir. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem italienischen Komponisten Pierangelo Valtinoni, für dessen Opern Pinocchio und Die Schneekönigin er jeweils eine englische Fassung erstellte. Derzeit komponiert er im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper eine eigene Kinderoper nach einem Libretto von Francis Hüsers, deren Uraufführung 2015 stattfinden wird.

In der Arbeit bei der opera piccola beweist Benjamin Gordon immer wieder ein untrügliches Gespür für den richtigen Umgang mit Kindern und findet Wege, ihr vollstes künstlerisches Potential für die Produktion auf höchst didaktische Art hervorzulocken.

Simone Young, Opernintendantin und Generalmusikdirektorin, Hamburgische Staatsoper